Haben Sie es sich gut überlegt einen Hund anzuschaffen?
Ihr Interesse beruht weder auf einer Spontanentscheidung, noch wollen Sie den Hund jemandem als „originelles Festgeschenk“ übergeben. Sie interessieren sich auch nicht für einen Vierbeiner, weil es (oder er) gerade Mode ist, oder weil Ihre Kinder unbedingt jetzt einen Hund haben möchten;
Sie haben sich für einen Rassehund entschieden, da reingezüchtete Tiere weniger unbekannte Eigenschaften als die Produkte wahl- und planloser Kreuzungen mit sich bringen. Sie konnten sich so auch vorgängig über das Verhalten und Wesen des von Ihnen gewählten Rassehundes informieren;
Sie sind bereit, für Ihren Hund und seine Bedürfnisse die volle Verantwortung während der nächsten ca. 15 Jahre zu übernehmen;
Sie – meist handelt es sich letztendlich um die Ehefrauen und Mütter – verfügen über die notwendige Zeit, Elan und eine nie versiegende Ausdauer, um Ihrem Hund die notwendige Zuwendung, Erziehung und Bewegung zu verschaffen;
Ihren tierliebenden Kindern bringt ein Hund viel Glück, Freude und Abwechslung. Es ist aber unerlässlich, dass Kind und Hund mit der gleichen Liebe und Konsequenz erzogen und behandelt werden. Sie werden darauf achten, dass das Spiel mit dem Welpen nur unter Ihrer Aufsicht stattfindet, zeitlich begrenzt ist und nie in Tierquälerei ausartet. Im Idealfall warten Sie mit der Anschaffung eines Hundes bis Ihre Kinder das Kindergartenalter erreicht haben;
Sie verfügen bereits über Hundeerfahrung und/oder sind bereit, sich über die korrekte Versorgung des Hundes, über angemessene Erziehungsmethoden und über die notwendige Pflege zu informieren. Sie sind auch bereit, einige der vielen guten Bücher zu diesem Thema vor dem Kauf Ihres Hundes zu lesen (zum Beispiel die noch immer sehr aktuellen Bücher von Urs Ochsenbein „Ein Hund kommt ins Haus“ oder „ABC für Hundebesitzer“, erschienen im Verlag A. Müller, Rüschlikon);
Sie haben das Einverständnis Ihres Vermieters und sind auch sonst sicher, dass das Anschaffen eines Hundes keine nachbarlichen Probleme stellen wird;
Sie verpflichten sich, Ihren Hund immer sicher unterzubringen. Falls Sie einen Garten besitzen, wäre es von Vorteil, diesen mit einem „ausbruchsicheren“ Zaun zu versehen. Auf keinen Fall werden Sie aus Ihrem Vierbeiner einen Zwinger- oder Kettenhund machen;
Ihr Hund wird nicht regelmässig während Stunden alleine gelassen, denn bei Ihnen ist meist jemand zu Hause, oder Sie können ihn zur Arbeit mitnehmen. Dies schliesst aber nicht aus, dass Ihre Erziehung von Anfang an darauf hinzielt, dass Ihr Hund auch hie und da einige Zeit allein verbringen kann;
Eigentlich möchten Sie Ihre Ferien nur noch mit Ihrem Hund zusammen verbringen. Doch Sie haben sich – für alle Fälle – mit einem oder mehreren Ihnen nahestehenden Hundefreunden arrangiert, ihm (ihnen) Ihren Hund für ein paar Tage, oder sogar für eine kurzen Urlaub in „Pension“ zu geben;
Sie sind nicht nur bereit, die nicht unbeträchtlichen Kosten für die Anschaffung eines Welpen zu übernehmen, sondern auch die volle Verpflegung, die steuerlichen Abgaben, die Kosten für das Ferienheim, das Scheren, und die notwendige tierärztliche Pflege für das ganze Leben. Letzteres beinhaltet regelmässige Wurmkuren, Impfungen, jährliche Vorsorgeuntersuchungen und andere, nicht voraussehbare ärztliche Behandlungen. Röntgenuntersuchungen der Hüften, sowie ärztliche Kontrollen der Knie- und Ellbogengelenke sind nicht obligatorisch, aber zu empfehlen;
Ihr Erziehungsprogramm sieht auch vor, mit Ihrem Schützling regelmässig Welpenprägespielstunden und Erziehungskurse zu besuchen.
Wir hoffen, dass Sie diese erste Frage mit einem ehrlichen Ja beantworten können!
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